Zum Antikriegstag 2025 liest Helmut Bohl aus dem Roman von Erich Maria Remarque
Im Westen nichts Neues
Montag, 01.09.2025, 18 Uhr
Alevitische Gemeinde Mainz
Am Hemel 2, Mainz-Gonsenheim
Buslinien 6, 78 (ab MZ-Hbf) Haltestelle «Am Sägewerk»
Im Anschluß: Getränke, Brezeln, Diskussion.
Der Eintritt ist frei. Für die Organisation wäre eine Anmeldung hilfreich: 0176 41826463. Danke.
«Im Westen nichts Neues» ist mit seiner kompromißlosen Darstellung des Grauens und der Unmenschlichkeit des 1. Weltkrieges einer der bedeutendsten Antikriegsromane der Weltliteratur. Erich Maria Remarque hat seinen Roman vor fast 100 Jahren — 1928 — geschrieben. Und die Frage ist berechtigt, was dieser Roman heute, 2025, noch zu sagen hat. Die Antwort ist beklemmend: es sind die gleichen Schützengräben, die Tausenden Toten und Verwundeten auf den Schlachtfeldern, von denen wir nichts — bestenfalls wenig — erfahren, dafür umso mehr von neuen Waffen, als sei Krieg ein Technologiewettbewerb. Und es ist die Sprache der preußischen Armee, die uns wieder eingeholt hat: «Wir müssen kriegstüchtig werden», wir leben in einer «Zeitenwende» und das Ziel der EU ist der Aufbau einer «Kriegswirtschaft». Und nicht zuletzt ist es das Gerede über Rückschickung hier lebender ukrainischer Wehrpflichtigen und die Wehrdienstbereitschaft in Deutschland.
All das macht die beklemmende Aktualität des Romans «Im Westen nichts Neues» aus, nicht der einfache Blick zurück, sondern die Auseinandersetzung mit der Gegenwart im Licht der Geschichte.
Die Lesung wird veranstaltet von: Linkswärts e. V.; Förderverein Geschichte der Arbeiterbewegung, des Antifaschismus und des Antirassismus, ver.di Migrationsausschuß RLP-Saarland; DGB — Stadtverband Mainz; Deutsche Friedensgesellschaft — Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen MZ-WI. Unterstützt von: me&k — Medien & Kultur e. V.